Professor Xaver Egger über das Bauen für morgen

Mayday! Mayday! Der 03. Mai ist in diesem Jahr der Tag gewesen, an dem rein rechnerisch Deutschland seine anteiligen natürlichen Ressourcen verbraucht hat. Den Rest des Jahres leben wir sozusagen auf Pump und belasten damit unseren Planeten. Neben der Industrie (immer weniger) und der Mobilität (weiß man noch nicht so genau), ist es vor allem das Bauen (immer mehr), welches das Klima belastet.

Wir müssen Wege finden für das Bauen von morgen und noch viel wichtiger: Wir müssen erst mal das Ziel finden. Was werden wir denn in Zukunft eigentlich bauen und für wen? Werden wir überhaupt noch bauen? Wir kennen die Bedarfe heute, indem wir zurückblicken, was gestern gebraucht wurde. Die Zukunft werden wir nicht finden, indem wir zurückblicken, denn morgen wird heute schon gestern sein.

Und wie sie aussehen wird, werden wir mitgestalten, wenn wir heute genau hinhören und mitreden. Themen, die heute bestimmend sind, werden übermorgen vielleicht nur noch Nischenthemen sein. Themen, die sich fern am Horizont abzeichnen, umso wichtiger. Themen, die derzeit in Halbsätzen in der Presse am Rand auftauchen, bestimmend. Zum Beispiel die 160 Milliarden Euro für Wissenschaft und Forschung, die der Bund in den nächsten Jahren bereitstellen wird. Das birgt Potenzial, das birgt Zukunft, Und das birgt neue Bedarfe und neue Architekturen.

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