Gespräch außer der Reihe – mit 22quadrat

Mittwochmittag in Berlin. Einige SEHW-lein versammeln sich im Besprechungsraum. Sabine Dennig und Patrick Voigt bereiten ihre Präsentation vor. 22quadrat heißt ihr Kreativ-Büro aus Osnabrück. Schnell wird klar: dies ist keine normale Präsentation. Vielmehr ist es ein Gespräch über Bilder, Räume, Empfindungen und was das alles mit dem Menschen macht. Themen, denen wir uns in der Architektur viel häufiger widmen sollten, wie wir später feststellen werden, die aber im Alltag manchmal untergehen. Denn die Umgebung macht etwas mit dem Menschen. Und die Architektur hat einen großen Anteil daran.

Arbeitsräume als Lebensräume

Was heute zählt sind Zahlen und Fakten. Der Markt soll bedient und der größte Profit schnellstmöglich erzielt werden. Wir stellen fest: immer wieder bleibt der Mensch auf der Strecke. Der „Wohlfühl-Faktor“ geht verloren. Damit einhergehend verkompliziert unsere multidimensionale Welt unsere Denkweisen, was zu Überforderung und Unsicherheit führt. Wo beginnt man nur mit der Planung? Einen Vorschlag für einen alternativen Arbeitsansatz präsentieren Sabine und Patrick von 22quadrat. Sie haben ihren Spieltrieb als ihre liebste Arbeitsweise entdeckt. Ihre Arbeit lebt von der Vorstellungskraft, von der Neugier, dem Forschen und nicht von dem Willen, etwas zu erschaffen. So kreieren sie durch Studieren und Untersuchen eine hohe Aufenthaltsqualität in all ihren Projekten. Unter dem Kredo „alles, was kompliziert ist, ist falsch“ treten ihre Projekte in Dialog mit den Menschen: „Räume sollen Organismen unterstützen, anstatt zu schwächen“. Dabei spielt das Storytelling eine entscheidende Rolle. Eine gut erzählte Geschichte lässt den Menschen den Raum begreifen. Durch bewusstes Kommunizieren in Bildern wird der Mensch wieder auf den Weg des Spürens und Empfindens geführt. Was können wir morgen anders machen? Das werden wir gemeinsam mit 22quadrat herausfinden.

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