…Und der zweite Preis geht an SEHW…

Wir sind stolz auf unser Wettbewerbsteam, das auch beim Entwurf des Polizeizentrums in Neubrandenburg eine tolle Arbeit geleistet hat und gratulieren huber staudt architekten, die den ersten Preis gewonnen haben.

Rendering: THIRD

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll:

Die Verfasser der Arbeit haben einen klaren 3-geschossigen Baukörper mit beruhigenden Bezügen zur eher inhomogenen Umgebung gestaltet. Durch die Aufnahme von Fluchten bestehender Gebäude und die ruhige Lage oberhalb des Geländesprunges ist der Entwurf für das Gebiet ordnend und somit ein Beginn, die Gemengelage zu ordnen. Das Gebäude besitzt hier das erforderliche baukörperliche, gestalterische Gewicht. Die Grundstücksnutzung bleibt auf den südlichen Bereich beschränkt, der nördliche Bereich ist für die spätere Entwicklung völlig frei gehalten, was die Jury sehr begrüßt. Somit ist die Grundstücksflächennutzung sehr nachhaltig gelöst.

Funktion:
Der versetzte Baukörper um zwei Innenhöfe nimmt die einzelnen Dienststellen und deren Raumbedarfe auf. Eine Flexibilität bei Organisationsänderungen ist gegeben. Die vier notwendigen Treppenhäuser sind in diesem Sinne förderlich. Die Lage der Räume mit Sondernutzungen der Einsatzleitstelle, den Lagerräumen und der Vernehmungszimmer sind jeweils gut zueinander bzw. zum geschützten Polizeihof orientiert.
Die großzügige Zugangssituation mit Belichtung von einem der Innenhöfe und dem direkten Bezug zum Besprechungsraum ist einer Dienststelle mit mehr als 300 Bediensteten angemessen.

Architektur:
Die Fassadengestaltung ist modern und der polizeilichen Nutzung des Gebäudes angemessen, aber gleichzeitig auch standortneutral.

Energiekonzept:
Die Verfasser beschreiben ein gut nachvollziehbares Konzept zur Gebäudetechnik mit solarer Kühlung und Betonkernaktivierung unter Nutzung der Fernwärme. Hervorzuheben ist das Konzept der manuellen Flurbelüftung und die Tageslichtnutzung der Räume.

Wirtschaftlichkeit:
Die geplante Massivbauweise ist wirtschaftlich. Für zu erwartende Organisationsänderungen ist das Gebäude sehr geeignet. Aufwändige Sonderkonstruktionen sind nicht erkennbar. Die Planungsansätze im Freiraum unterstützen den ordnenden Charakter der Bebauung für das heterogene Umfeld.

Resümee:
Die Verfasser haben ein gut funktionierendes Gebäude für die Nutzungsanforderungen der Polizei mit hoher gestalterischer Qualität entworfen. Das Gebäude übernimmt eine wohltuende Ordnungsfunktion in der vorhandenen Gemengelage.

weitere News