Alt und Neu für die Polizei

Im Rahmen der Polizeistrukturreform des Freistaats Sachsen wird am Standort Werdau der Streifen- und Kriminaldienst zentralisiert. Um den künftigen Raumbedarf zu decken, soll das Revier ins benachbarte denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Amtsgerichts erweitert werden. Es ist geplant, das Raumprogramm in den Bestandsgebäuden sowie einem neuen Zwischen- und Verbindungsbau zu organisieren. Der Neubau dient als Verbindungsglied zwischen den Bestandsgebäuden und nimmt als Nutzung die Einsatzfahrzeuge sowie Besprechungsbereiche auf. Die Nutzungen Kriminal- und Streifendienst sowie die neue Wache mit Gewahrsamsbereich, Verwaltungs- und Leitungsebene beleben den Bestand. Der Neubau vermittelt zwischen den unterschiedlichen Höhen der Bestandsgebäude und der Topografie des Geländes. Als Kontrast zu den schweren Bestandsgebäuden mit ihrem Bruchsteinsockel, Putzfassaden und steilen Dächern präsentiert sich der Zwischenbau mit einem leichten Kleid aus feinem und gleichzeitig robustem und der Nutzung angemessenen Metallgewebe. Es entsteht eine spannungsvolle Komposition aus Alt und Neu, die für die Polizei an dem Standort identitätsstiftend wirkt und Offenheit und Bürgernähe assoziiert.