Gebänderter Lückenschluss

Aus anderen Städten kennen wir das schon länger: Wohnen in der Innenstadt wird immer teurer und die Menschen weichen in konzentrischen Kreisen in Richtung Peripherie aus. Das bringt auf einmal Viertel auf den Plan, die bisher niemand im Fokus hatte: In diesem Fall Reinickendorf im Norden Berlins.

Alt Reinickendorf ist der historische Stadtanger des ehemaligen Dörfchens. Mit dem sechsgeschossigen Neubau wird eine Lücke im bestehenden Blockrand geschlossen. Zum baumbestandenen Anger auf der Nordseite präsentiert sich das Gebäude eher zurückhaltend und geschlossen, die Südseite wird belebt von Vor- und Rücksprüngen für die Loggien der Wohnungen. Charakteristisch ist die Fassade des Gebäudes mit seiner horizontalen Bänderung aus grauem Putz im Brüstungsbereich sowie bronzefarbenen Metallpaneelen und Glas als Fensterband.

Das Gebäude wird als Betonschottenbau mit vorgefertigten Holztafelelementen für die Außenwände ausgeführt. Diese kombinierte Bauweise trägt sowohl der Wirtschaftlichkeit und dem Terminplan als auch einer nachhaltigen und innovativen Bauweise Rechnung.

Die Freianlagen unterteilen sich in einen funktionalen Bereich mit Erschließungsflächen und einen Gemeinschaftsgarten-Bereich mit Aufenthaltsqualitäten. Bedingt durch die Freiraumsituation werden im Erdgeschoß zwei Wohnungen situiert mit eigenem Garten.